GGL-Studie enthüllt Marktanteile im Online-Glücksspiel für 2024
Geschrieben von Zara Bauer · 23.5.2026

GGL-Studie enthüllt Marktanteile im Online-Glücksspiel für 2024

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder hat eine detaillierte Untersuchung vorgelegt, die den Anteil legaler Anbieter am deutschen Online-Glücksspielmarkt für das Jahr 2024 quantifiziert und dabei zeigt, wie sich die Ausgaben auf regulierte und nicht regulierte Plattformen verteilen. Laut dieser Erhebung entfallen 77,03 Prozent der gesamten Ausgaben im Online-Glücksspiel inklusive Casino-Produkten auf lizenzierte Betreiber, während der illegale Markt einen Anteil von 22,97 Prozent hält und einen Wert von rund 547 Millionen Euro erreicht.
Details der Marktaufteilung und ihre Grundlagen
Die Zahlen stammen aus einer Befragung von 2000 Nutzern, die das Blockchain Research Lab im Auftrag der GGL durchgeführt hat, und sie belegen eine klare Konzentration der Ausgaben bei den legal zugelassenen Anbietern trotz der Existenz zahlreicher unregulierter Seiten. Diese Verteilung ergibt sich aus der Analyse der tatsächlichen Nutzungsgewohnheiten und ermöglicht einen direkten Vergleich zwischen dem regulierten Segment und dem Schwarzmarkt. Die Studie positioniert ihre Ergebnisse bewusst vor der umfassenden Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags von 2021, deren Abschluss bis Ende 2026 vorgesehen ist.
Methodik und Erhebungszeitraum
Das Blockchain Research Lab stützte seine Erhebung auf eine repräsentative Stichprobe, bei der Teilnehmer ihre Ausgaben und Präferenzen für Online-Glücksspielangebote angeben mussten, sodass sich daraus die prozentualen Anteile ableiten ließen. Die Datenerhebung erfasste sowohl legale als auch illegale Aktivitäten und lieferte damit eine Grundlage für die Berechnung des illegalen Marktvolumens auf etwa 547 Millionen Euro. Im Mai 2026, wenn die Vorbereitungen für die Vertragsprüfung weiter voranschreiten, dürften solche Erhebungen als Referenz für mögliche Anpassungen dienen, weil sie aktuelle Marktverhältnisse abbilden.
Einordnung in den regulatorischen Kontext
Der Glücksspielstaatsvertrag von 2021 schuf die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Lizenzvergabe und die Überwachung durch die GGL, und die vorliegende Studie zeigt, dass diese Regulierung bereits einen Großteil der Ausgaben in den legalen Bereich lenkt. Dennoch verbleibt ein signifikanter Anteil von 22,97 Prozent bei nicht lizenzierten Anbietern, was auf die anhaltende Präsenz unregulierter Plattformen hinweist. Die GGL nutzt diese Daten, um die Wirksamkeit bestehender Maßnahmen zu bewerten und sie in die bevorstehende Überprüfung des Vertrags einzubringen.

Auswirkungen auf den Markt und zukünftige Bewertungen
Die Konzentration von 77,03 Prozent der Ausgaben bei lizenzierten Betreibern verdeutlicht, dass viele Nutzer auf regulierte Angebote zurückgreifen, während der illegale Sektor mit 547 Millionen Euro weiterhin Umsätze generiert. Beobachter der Branche verweisen darauf, dass die Ergebnisse der Studie als Grundlage für die Evaluierung des Staatsvertrags dienen können, da sie quantitative Einblicke in die aktuelle Marktsituation liefern. Die GGL plant, diese Erkenntnisse bis Ende 2026 in die Überprüfung einfließen zu lassen, um mögliche Regulierungsanpassungen vorzubereiten.
Die Studie hebt hervor, dass trotz der Verfügbarkeit illegaler Angebote der Großteil der Ausgaben bei den zugelassenen Betreibern landet, und sie liefert damit eine messbare Grundlage für die Diskussion um Markteffizienz und Verbraucherschutz. Im Vorfeld der Vertragsprüfung im Jahr 2026 werden solche Daten von Behörden und Marktteilnehmern gleichermaßen herangezogen, um Entwicklungen seit Inkrafttreten des Staatsvertrags von 2021 zu bewerten.
Schlussfolgerungen aus der Erhebung
Die von der GGL veröffentlichten Zahlen zeigen eine klare Verteilung der Ausgaben zwischen legalem und illegalem Markt und unterstreichen die Bedeutung der laufenden Überwachung bis zur geplanten Evaluierung Ende 2026. Die Befragung von 2000 Nutzern durch das Blockchain Research Lab liefert eine belastbare Basis für diese Einschätzung, wobei 77,03 Prozent der Ausgaben auf lizenzierte Anbieter entfallen und der illegale Anteil bei 22,97 Prozent liegt. Die vollständige Studie steht auf der Website der GGL zur Verfügung und bildet einen zentralen Referenzpunkt für zukünftige regulatorische Entscheidungen.